Kaffeehausgeschichte

Die Wiener Kaffeehaustradition entstand 1683 als ein Armenier Namens Johannes Diodado das erste Kaffeehaus in Wien eröffnete. Damit war er der erste Kaffeesieder, wie die Betreiber von Kaffeehäusern genannt werden.

Um 1900 gab es in Wien bereits 600 Kaffeehäuser deren Gäste fast ausschließlich Männer waren. Das Kaffeehaus war damals ein Treffpunkt meist integriert in Spiel- und Rauchsalons. Damen war der Zutritt wenn überhaupt ausschließlich in männlicher Begleitung erlaubt.

Kennzeichnend für Kaffeehausgesellschaften war die Überwindung von Standesdünkel. Der einfache Mann saß mit dem Adligen am selben Tisch und sie redeten über ihre Geschäfte die Weltlage und

In den Anfängen der Kaffeehäuser hatten die Kaffeevarianten meist keine Namen. Einer Anekdote zufolge soll in einem Kaffeehaus der Ober dem Gast eine Farbpalette gereicht haben, auf der die Stärke des Kaffees in Farbabstufungen von Schwarz bis milchig-weiß symbolisiert war, woraufhin dieser wählte, indem er auf die gewünschte Farbe zeigte.

Seine Blütezeit erlebte das Wiener Kaffeehaus Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts, als so genannte Kaffeehausliteraten wie ihre Stammcafés zur bevorzugten Lebens- und Arbeitsstätte machten.

Ab 1950 begann das „Kaffeehaussterben“ verursacht durch veränderte Freizeitgewohnheiten wie z.B. die wachsende Beliebtheit des Fernsehens.

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